Hier könnt
Ihr nachlesen, was unser FSJler alles machen darf / kann / muss.
| Es ist vorbei (schon längst) |
Bericht vom 17.08.2010 |
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Mein FSJ ist jetzt offiziell zwei Wochen vorbei, praktisch schon deutlich länger, denn in den Sommerferien hatte ich keine Aufgaben mehr. Da mein Nachfolger Tobias Penning schon halbwegs eingearbeitet ist, wird es höchste Zeit für einen abschließenden Tätigkeitsbericht.
Die Zeit vom letzten Schultag bis jetzt besaß für mich einen hohen Unterhaltungswert. Endlich musste ich morgens nicht mehr hoch. Kein Training mit Jugendlichen durchführen. Keine Spielberichte schreiben. Keine Akten sortieren. Nichts großartig Wichtiges, was permanent in meinem Kopf herumschwirrte. Stattdessen ließ ich alles los, führte zwei Wochen ein unstetes, unstrukturiertes, unmoralisches und ausuferndes Anarcho-Leben. Aber nur zwei Wochen. Dann ging es mit ehrenamtlicher Jugendarbeit für mich weiter. Aber nicht in Westoverledingen, sondern an der Costa Brava. Als Mitarbeiter einer evangelischen Jugendfreizeit des Kirchenkreises Rhauderfehn betreute ich zusammen mit anderen Mitarbeitern 51 Jugendliche über zwei Wochen. Costa Brava klingt wie ein Synonym für Urlaub, Entspannung, Erlebnis und gutes Wetter. Erlebt habe ich viel und das Wetter war gut, aber mit Urlaub und Entspannung hatte es weniger zu tun. Zwei Wochen permanenter Schlafmangel kombiniert mit Verantwortung, Flexibilität, ständigen Besprechungen und nötiger Kreativität saugt doch einiges an Energie aus dem Körper. Geil war es trotzdem, alles hat hervorragend geklappt, es war eine homogene Teilnehmerschaft und eine sehr gute Mitarbeitertruppe und ich habe ein weiteres Mal für mich wertvolle Erfahrungen sammeln können.
Wieder daheim ging es mit Planungen für mein weiteres Leben weiter. Studium ist angesagt. Aber wo? Und wie? Mit wem? Wichtige Entscheidungen mussten getroffen werden. Außerdem hatte ich in zwei Wochen ohne konzentriertes Training in Spanien zwei Kilogramm reine Muskelmasse verloren, die mussten wieder aufgebaut werden. Denn beim Handball bin ich sehr eingespannt, zweimal die Woche Handballtraining, zweimal zusätzlich ins Fitnessstudio. Alles für eine erfolgreiche Saison in der Regionsliga. Um den hoffentlich zahlreichen Zuschauern geile Spiele zu bieten. Beim SV Sprint ist deswegen in den letzten Wochen und Monaten einiges in Bewegung gesetzt worden, dafür lohnt es sich mit Sicherheit, eine Dauerkarte für unsere Spiele zu erwerben.
Ich blicke jetzt nach einem Festivalwochenende in Hamburg auf weitere eineinhalb „freie“ Monate, in denen umgezogen, Handball gespielt und vielleicht noch ein wenig gereist werden soll. Außerdem würde ich gerne noch ein Praktikum absolvieren.
Auf das FSJ blicke ich mit durchweg positiven Gefühlen zurück. Alles, was ich mir erhoffte, trat ein, ich habe viele, viele Erfahrungen im Umgang mit Menschen gesammelt, habe teilweise einiges an Verantwortung übernommen und streckenweise viel Arbeit gehabt. Es gab aber auch ruhigere Zeiten und positive Rückmeldungen und Spaß beim Arbeiten haben immer dafür gesorgt, dass ich alles gerne getan habe. Ich hatte mir vorgenommen, mit Klavierspielen anzufangen. Auch das hat geklappt. Ich wollte während des FSJ die nötigen Erfahrungen sammeln, um mich zwischen Journalismus und Sport zu entscheiden. Auch das ist gelungen, ich werde Pädagogik studieren.
Bedanken möchte ich mich bei Rainer Bruns, Gerd Ihben-Djürken und ganz besonders bei Christian Frey für die Möglichkeit, dieses FSJ durchzuführen und die gute, entspannte Zusammenarbeit. Außerdem möchte ich Anke Krietsch und Sandra Lorenz für viel Unterstützung, Nachsicht und Spaß danken. Meiner Ossiloop-Truppe möchte ich an dieser Stelle ein dickes Kompliment aussprechen für die Mitarbeit und die gute Stimmung. Ihr habt mir das Jahr sehr versüßt! Genauso wie meine Handballherrenmannschaft beim SV Sprint, affengeile Truppe! Grüße gehen ferner noch an Menschen, mit denen ich viel zu tun hatte in dem Jahr, mit denen ich irgendwie zusammenarbeitete, die mir ans Herz gewachsen sind, die mir manchen tristen Moment erhellt haben, die mir den einen oder anderen Gefallen taten und mir durch ihre menschliche Präsenz weiterhalfen. Diese Menschen sind: Joris Krull, Tobias Penning, Lutz Vogt, Hildegard Schmidt, Anna Boelmann, Renate Luikenga, Helmut Dahmann, Kai Bußmann, Marianne Ulrichs, Birthe Brink & Sara Jungeblut (die Vorsitzenden meines Fanclubs), Neele Jungeblut, Daniela Aalderks, Albert Schmidt & Thomas Reemts, Kerli Hermann, Doro Schäfer-Horatzek und Sonja Aeilts.
Meinem Top-Nachfolger Tobi Trainer wünsche ich viel Erfolg beim Treten in meinen Fußstapfen, lass knacken Junge! Für 50€ weniger im Monat wird auch nicht so viel erwartet!
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| Abschlussseminarwoche |
Bericht vom 07.06.2010 |
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Eine Woche Abschlussseminar auf Langeoog, nett oder?! Für umsonst, organisiert vom ASC Göttingen, gilt auch noch als Seminartage für die Anerkennung meines FSJs, was will man mehr? Gutes Wetter wäre doch was. Kein Problem. Während der Überfahrt machten die Wolken Platz für die Sonne. Die dann für eine Red-Nose-Week sorgte, denn die Sonne brannte richtig gepflegt während der Wind dafür sorgte, dass man meinte, sich noch nicht eincremen zu müssen. Okay, gutes Wetter hatten wir, weitere Wünsche? Ein Luxuszelt. Mit Matratzen und Holzfußboden. Gab es. Programm gegen Langeweile. Kennenlernspiele, Planspiel Verein, Trendsportarten, Schlag den Referenten, Frühjoggen, Gesellschaftsspiele und das Präsentieren der durchgeführten FSJ-Projekte füllten die Tage von morgens bis abends. Zeit, um in den Dünen „auf der Straße nach Berlin“ zu singen und mit Kronkorken zu werfen, blieb trotzdem. Was könnte man noch gebrauchen? Einen Prominenten, der ein wenig Glitzer-Bling-Bling ins Zeltlager bringt. Auch der war dabei, denn Dennie Klose von „Upps, die Pannenshow“ gab sich als Referent die Ehre. Perfekte Rahmenbedingungen!
Beim Planspiel Verein entwarfe meine Gruppe einen Verein, der integrieren statt isolieren wollte. Wir wollten ein kostenloses Sportangebot für sozial benachteiligte Jugendliche auf die Beine stellen und versuchen, Werte zu vermitteln. Auch füllten wir einen Antrag zur Anerkennung als FSJ-Einsatzstelle aus. Selbst Mitmett, Mohammett, Ohnemett und Krassmett vom örtlichen Dönerbund sagten „grrosszügische“ Unterstützung zu, aber die anderen Vereine sammelten trotzdem mehr Punkte, sodass wir nur im Mittelfeld aller Gruppen landeten. Vielleicht wäre es gelungen, wenn wir unsere ehrgeizige Idee „Machmett macht mit“ umgesetzt hätten, aber das ist noch Zukunftsmusik.
Neue Erkenntnis: Ohne umfassende Fremdsprachen-Kenntnisse kommt man im Trendsport nicht weit. Ultimate Frisbee, Lacrosse, Mölkky, Ultimate Beach Rugby, Space Ball, Extreme-North-Sea-Bathing, Activity und Geo-Cashing wurden ausprobiert. Außerdem durften wir mit Powerizern (Übersetzung ins Deutsche: Siebenmeilenstiefel oder Sprungstelzen) in den Dünen crosslaufen. Bei „Schlag den Referenten“ wurden die Betreuer beim Bouncer-Ball gebasht. Am Abreisetag fand ich jedoch keinen Gegner beim Rubbish-Searching. Trotzdem war es ein gelungener Abschluss und ein nettes Geschenk des ASC Göttingen an seine FSJler.
Die Woche war sportlich jedoch noch lange nicht vorbei. Kaum zuhause ging es für mich ins Fitnessstudio, weil die ersten Herren zweimal die Woche dort trainieren müssen. Danach ging ich zum Start des Kleinbahnlaufes, um meine Läufer anzufeuern. Das Wetter war fantastisch, ich gut gelaunt und so ließ ich mich überreden und lief spontan mit. Zwei Minuten vor Laufstart schnürte ich meine Nike-free-3.0 zu und rannte in der 4mins/km-Gruppe mit, aber nur 4km lang, Das Tempo war doch zu schnell. Hat sich aber gelohnt, es war ein toller Abend!
Am nächsten Tag hatten wir das erste Testspiel der Saison. Der Gegner kam aus Papenburg, hat grade eine neue Mannschaft gegründet und kam daher unter die Räder, hat aber Spaß gemacht. Am Sonntag nahm ich an einem Fotoseminar der Volkshochschule teil, da ich meine vorgeschriebenen Seminartage fürs FSJ absolvieren muss. Der Tag wurde nachmittags doch ziemlich lang, denn es war eine lange Woche.
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| Erste Ossiloop-Etappe |
Bericht vom 28.04.2010 |
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Nach vielen Wochen wöchentlichen Trainings fand gestern endlich die erste Etappe des Ossiloops statt. Laufwettkampfjungfrau Jannik Kessens war genauso dabei wie der Rest der Gruppe. Ausgestattet mit Chips zur Zeitmessung, einer Startnummer mit Namen drauf und originellen „Coolhusen“-Shirts stand einem geilen Ausflug absolut nichts im Wege. Schon nachmittags ging es in den vollen, heißen und fensterlosen Bus. Der arme Wilko Beekmann musste sich nach den Kotzgeschichten der „Großen“ beinahe selbst übergeben, das trübte die insgesamt wieder großartige Stimmung im Bus jedoch nur geringfügig. Man lernt auch so einiges. Es gibt eine Krankheit, sodass der Alkohol im Körper der betreffenden Person langsamer abgebaut wird. Eine der wenigen Krankheiten, die gewisse andere Teilnehmer gerne hätten. Außerdem verweichliche die heutige junge Jugend, weil die Tasten von Gameboys immer leichter zu drücken seien. Dadurch würde die Fingerbewegmuskulatur verkümmern und die Kinder könnten nicht mal mehr eine Banane schälen.
Nachdem Döner-Neele dies schweigend zur Kenntnis nahm und die Fronten zwischen den Schülern des Gymnasiums Rhauderfehn und denen des Schulzentrums geklärt waren, ging es los. 11,2km von Bensersiel nach Dunum. Alle schafften die Distanz ohne größere Probleme, Jannik nahm ein Bad in den Kübeln am Wasserstand und Timo lief auf Blasenpflastern wie auf Moos. Kai lief so langsam, dass er meinte, das Recht zu haben, die ganze Zeit Gründe dafür erfinden zu dürfen, warum er so langsam war (trotzdem teilte ich die Wärme unter Liza Brinkmanns Kuscheldecke gerne mit ihm). Steffen lief zusammen mit Axel, da die beiden während Wettkämpfen gerne reden. Um Kai zu motivieren, schlugen wir ihm vor, die nächste Etappe zusammen mit Axel zu laufen. Der Rest, der sich solche moralisch verwerflichen Annehmlichkeiten verweigerte, ließ sich stattdessen im Ziel von den Masseuren und Masseusen der „Schule“ verwöhnen. Natürlich erst nachdem ein Apfel, eine Banane, zwei Tassen Ostfriesentee, Traubensaft und Mineralproteineiweißgetränke kostenlos verzehrt wurden.
Nach diesem zauberhaften Einstand wird die Arbeitsgemeinschaft Ossiloop erst so richtig in Fahrt kommen und dem Gumminasium zeigen, wo der Hammer hängt! Oder so… Ich freu mich jedenfalls drauf, so oder so. Oder so…
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| Saisonabschluss nach "englischer" Woche |
Bericht vom 27.04.2010 |
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Die D-Jugend-Saison ist beendet. Die der B-Jugend auch. Die der Herren schon seit über einer Woche. Die C-Jugend hat noch ein Spiel, aber damit habe ich nichts zu tun. Die E-Jugend wird sicher noch Spiele haben. Die D-Jugend fährt Mitte Mai zu einem Turnier in Lohne.
Naja, das ist aber alles freundschaftlich-freiwillig, nicht so wie die Saison. Und auch nicht so wie das Wetter. Oder Spielermangel oder die Konfirmation. Alles Gründe, weswegen nach dem eigentlich regulären Ende der Saisons noch jede Menge Spiele anstanden. Für die D-Jugend war es eine englische Woche, Spiele am Sonntag, Mittwoch und Samstag. Genau das gleiche Programm absolvierten die B-Jugendlichen. Das hieß für mich doppelte englische Woche. Mehr oder weniger. Weniger oder mehr.
Am Sonntag spielte die D-Jugend gegen Holterfehn. Guter Anfang, gut ausgesehen, dann stark nachgelassen und in gewohnter Höhe verloren. Schade. Direkt im Anschluss die B-Jugend (später erfuhr ich, dass auch sie verloren). Ich hatte jedoch keine Zeit, mir das ganze Spiel anzusehen, da ich mit der Ossiloop-AG nach Papenburg fuhr, zur Generalprobe über 10km für den Ossiloop. Ist gut gelaufen! Sind gut gelaufen! Stimmt zuversichtlich. Sechs Stunden sonntäglichen „Dienst“, ein Sakrileg!
Montag hatte ich noch ein wenig Ruhe, habe selbst ein wenig trainiert.
Dienstag hatte die D-Jugend Training, direkt danach fuhr ich mit der B-Jugend und Lutz nach Wilhelmshaven, Rückspiel gegen die Mannschaft, gegen die man schon Sonntag verlor, diesmal gaben unsere Jungs ein hochklassiges Spiel erst kurz vor Schluss leichtfertig her. 23:00Uhr Feierabend.
Mittwoch war es mir möglich nach dem Schuldienst kurz nach Hause zu fahren, um etwas zu essen bevor es mit der D-Jugend zum Auswärtsspiel nach Weener ging, gute erste Halbzeit, starker Beginn der Zweiten, dann stark nachgelassen und wieder verloren. Aber insgesamt gut ausgesehen! 21:00Uhr Feierabend.
Donnerstag Ossiloop-AG und dann B-Jugend-Training, dann hatte ich frei, weil ich spontan einer kulturellen Einladung folgte und ließ mir von Wladimir Kaminer seine neuesten Geschichten über Gott und die Welt vorlesen.
Freitagvormittag frei, auch der Nachmittag ließ mir mal ein wenig Luft, abends fuhr ich zu einem kulturellen Ereignis im großen Saal der Bremer Glocke, ein Geburtstagsgeschenk, woher sollte man auch vor so langer Zeit (als noch Schnee lag) wissen, dass die Kultur in dieser Woche meine Freizeit (meine Definition von Freizeit hat sich im Laufe dieses Jahres gewandelt: Freizeit: Zeit, die frei ist. Frei: Frei von Kultur, frei von Unternehmung, frei von Telefonaten, frei von Treffen mit anderen Menschen) weiter ausrotten würde?
Samstag dann wieder ein Spiel. Die D-Jugend trat ihren letzten Gang an. Zumindest in dieser Saison. Es ging nach Marienhafe. Tabellenzweiter, gute erste Halbzeit abgeliefert, dann eingebrochen, aber das sah schon gut aus! Es war eine ungemeine Genugtuung in der ersten Halbzeit zuzuschauen, wie die Angriffe der Gegner an Nils, Jens, Hermann und Jan abprallten. Über die zweite Halbzeit legen wir das graue, gesichtslose Tuch des Schweigens.
Wieder in Collhusen war das Spiel der B-Jugend schon in vollem Gange. Als ich kam, ging das Spiel für uns den Bach runter also ging ich lieber wieder.
Es war also eine extrem volle Woche, da ich es einfach nicht beherrsche, mich vor allen nicht nötigen Pflichten zu drücken und gute Ausreden zu erfinden. Und es geht so weiter, Berichte folgen hoffentlich.
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| Abschlussseminar des C-Trainer-Lehrganges |
Bericht vom 30.03.2010 |
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Es war einmal ein FSJler aus Westoverledingen. Er investierte zwei Wochen in Grund- und Aufbaulehrgang der C-Trainer-Lizenz. Die letzte von drei Wochen zum Zwecke der C-Trainer-Lizenzierung ist nun auch vorbei. Wieder einmal musste er eine Ferienwoche dafür opfern. Doch das tat er gerne, denn es war für einen guten Zweck. Diesmal waren sie jedoch noch mehr in der Halle als sonst, eigentlich nur. Es standen nämlich die Probestunden aller Teilnehmer an, die C-Trainer werden wollten. Aufwärmen, Hauptteil, Abwärmen, Besprechung, zwanzig Mal in fünf Tagen. Da brauchten sie auch mal ein wenig Abwechslung und fuhren geschwind zum Musikpark Extra. Nach unzureichend viel Schlaf ging es morgens wieder in die Halle. Aufwärmen, Hauptteil, Abwärmen, Besprechung. Letztendlich schafften es die meisten, alle Kriterien, die an einen guten Übungsleiter gestellt werden, zu erfüllen. Auch Eike Heinen, der die Jury mit einer Handballstunde konzipiert für die D-Jugend begeisterte. Willi Fenslage lobte vor allem das variantenreiche Schlangenspiel, das Eike benutzte, um die Teilnehmer warmzumachen und an den Ball zu gewöhnen. Hospitantin Larissa hingegen fand besonderem Gefallen am Stangenball, bei dem alle in Bewegung waren, sich mal so richtig austoben konnten und viel Spaß hatten. Hospitant II Axel konnte nur noch zustimmend nicken, sodass Eike Heinen den Rest seiner Vorstellung nicht mehr vorstellen musste und in den Recall eingeladen wurde.
Und auch wenn diese Beschreibung an Euphemismen nicht geizt, so hat er doch bestanden und kehrte nach einer anstrengenden Woche müde aber glücklich zurück. Und wenn er nicht gestorben ist, so trainiert er noch heute.
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| Ossiloop-AG erfolgreich bei Ostfrieslandmeisterschaft |
Bericht vom 13.03.2010 |
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Team erringt Einzel- und Mannschaftstitel beim Crosslauf in Hollsand
Seit Beginn des neuen Schuljahres trainieren zehn Schüler des Schulzentrum, unter anderem Axel Pfeiffer, Jannek Siemers und André Scheper, unter der Leitung von mir, Eike Heinen, wöchentlich im Rahmen einer Schul-AG für die Teilnahme am Ossiloop. Für mich ist diese AG sein selbst initiiertes Projekt, das jeder FSJler durchführen muss, um das FSJ anerkannt zu bekommen. Ich habe der Gruppe einfach mal vorgeschlagen, an einem Crosslauf teilzunehmen, um zu trainieren, Wettkampferfahrung zu sammeln und um den Laufsport ein wenig schmackhafter zu machen. Ein Freund meinte, dass der Lauf in Hollsand doch gut geeignet wäre. Dass es letztendlich so erfolgreich enden würde, hätte ich nicht gedacht.
Bei starken Windböen, grauer und regnerischer Atmosphäre, matschigen und teilweise vereistem Untergrund wir vier also vor, so schnell wir können durch den hügeligen Wald in Hollsand zu rennen. Alle drei Schüler starten als B-Jugendliche und nahmen somit auch an der Mannschaftswertung teil. Für Axel Pfeiffer war es ein doppelter Erfolg. Er legte die 3,8km lange Strecke als Schnellster zurück, errang damit den Titel des Ostfrieslandmeisters im Crosslauf und sicherte der Dreiergruppe auch den Mannschaftstitel. So können sich André Scheper und Jannek Siemers auch als Ostfrieslandmeister bezeichnen. Eine tolle Leistung, wie ich finde!
Ich selbst startete 15 Minuten später im Feld der Männer, Frauen, Senioren und A-Jugendlichen. Ein wenig Prominenz erkannte sogar ich, der ich mich eigentlich mit Namen und den dazugehörigen Erfolgen wenig auskenne. Eva Brinkmann war mit dabei, die letztes Jahr den Ossiloop in neuer Rekordzeit gewann und mich um mindestens 20 Plätze in der Gesamtwertung schlug. Außerdem Holger Grigat, der in vielen Laufwettbewerben vorne mit dabei ist und der A-Jugendliche Stephan Voskuhl, der den letzten Silvesterlauf in Emden über 5km für sich entschied.
Ich versuchte, an der Spitzengruppe dranzubleiben, fiel jedoch immer weiter zurück. Trotzdem stellte ich mit der Zeit von 26:51mins über 7km eine persönliche Bestleistung auf. Außerdem profitierte ich davon, dass fast alle vor mir Platzierten in die Altersklasse der Senioren fielen, die, glaube ich, schon ab 30 Jahren beginnt. So erreichte ich in der Altersklasse der Männer den zweiten Platz, weit abgeschlagen hinter dem Gewinner, der 25:41mins benötigte. Vize im durch den Wald rennen, ich finde das gut!
An dieser Stelle ein dickes Lob an die drei Jungs, die sich so spontan bereit erklärten, mitzukommen und einen tollen Erfolg errangen. Ich hoffe, dass sich die AG über weitere Erfolge wird freuen können!
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| Erste Hilfe in Collhusen |
Bericht vom 05.03.2010 |
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Mitten in die arbeitsintensivste Phase meines FSJs bisher legt der gute Christian Frey in seiner Funktion als Vorsitzender der Sportjugend Leer den großen Erste-Hilfe-Kurs. Aus verschiedenen Gründen will/muss/kann ich teilnehmen. Ich will, weil ich – falls ich einmal in der Situation sein sollte – wissen möchte, wie man Leben retten kann und Situationen richtig einschätzt. Ich muss teilnehmen, weil ich die Schlüssel für den Pavillon habe, weil ich meine Seminartage voll bekommen muss und weil der große Erste-Hilfe-Schein obligatorisch für die C-Trainer-Lizenz ist. Ich kann teilnehmen, weil die Kosten übernommen werden.
Also bleibt mir keine Wahl als mich zwei Wochen lang mittwochs und freitags von 18:00-22:00Uhr in den Pavillon des Schulzentrums zu setzen und erste Hilfe zu hören, zu bereden und zu üben. Die erste Woche ist rum und die beiden bisherigen Sitzungen waren durchaus unterhaltsam. Es war kaum eine Stunde rum, da habe ich den Alarm im Schulgebäude aktiviert, weil ich etwas geholt habe, kurz darauf stand der Hausmeister auf der Matte und wollte wissen was los ist. Am nächsten Tag war er aber nicht mehr sauer und sah es pragmatisch: „Jetzt wissen wir, dass der Alarm noch funktioniert“. Danach haben wir über das Verhalten gegenüber den verschiedensten hilfsbedürftigen Personen geredet, über Rodeln auf Star-Wars-Warmhaltefolien, haben festgestellt, dass es nicht Napoleon, sondern Napoleon III war, der indirekt zur Gründung des Roten Kreuzes beitrug, wir drehten uns gegenseitig sanft in die stabile Seitenlage und versuchten, Joris davon abzuhalten, in den Pausen über die Matte zu latschen.
Gestern ging es dann weiter, erst habe ich mein Auto kaputt gemacht als ich schick-schräg gegen einen Bordstein rutschte. Gut. Später war dann sogar zwischenzeitlich Zeit für einen Pizza, da Klaasis penetranter Frikadellengeruch hungrig machte. Diesmal hatten wir zwei Tote beim Kurs. Es waren die kleinen, bein- und gesichtslosen Schwestern von Lord Voldemord. In Kleingruppen reanimierten wir sie bis die Rettungswagen eintrafen. Hätten sie an Atemnot gelitten, weil etwas (zum Beispiel ein Auto) auf ihren Brustkorb drückte, wäre ihnen allerdings nicht zu helfen gewesen.
Handys kann man übrigens nicht zuverlässig per Kreuzpeilung orten, ein Herz hat zwei Haupt- und zwei Nebenkammern, Klaasi steht auf Masken mit chinesischer Hautfarbe und wurstfarbenen Stöpseln im Rachen, die man mit Snickers füttern kann, Rufnummernunterdrückung funktioniert bei Notrufen nicht, Leute mit Krampfanfällen soll man zappeln lassen, Luftröhrenschnitte mit Kugelschreibern gibt es nur in Amerika, bei Insektenstichen im Mund hilft Lagnese und der Referent heißt weder Prostzeit noch Brotzeit sondern Broszeit und ist cool.
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| Ossiloop-AG hat begonnen |
Bericht vom 18.02.2010 |
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In einer enorm tätigkeitsreichen Zeit beginnt für mich das nächste Neue. Die Ossiloop-AG. Letzte Woche musste sie schon glatteisbedingt ausfallen. Jetzt geht es los. Neben dem momentan voll laufenden Training der D- B- und C-Jugend sowie der Herren und den dazugehörigen Heim- und Auswärtsspiele. Aber hey, ich will mich gar nicht beschweren, ich habe sie selbst ins Leben gerufen als eine Kooperations-AG zwischen dem Schulzentrum Collhusen und dem SV Sprint. Alle Teilnehmenden sollen in wöchentlichen Lauftrainingseinheiten auf den Ossiloop vorbereitet werden. Bei den Lehrern fand die Idee großen Anklang und auch einige Schüler waren sofort mit dabei. Ich ja sowieso. Es kamen 13 Anmeldungen, hauptsächlich aus den zehnten Klassen, aber auch Wilko Beekmann aus der sechsten Klasse ist dabei oder Fabienne Schneider aus der Achten. Es bleibt abzuwarten, wer wirklich dabei bleibt und den Zugang zu dieser nicht ganz zugänglichen Sportart findet. Beim ersten Mal war die Hälfte der Angemeldeten zugegen und ich habe die erste Schwierigkeit ausgemacht. Wie schaffe ich den Spagat zwischen Anfängern und schon Leistungsfähigen, zwischen sechster Klasse und zehnter Klasse? Das wird sich hoffentlich finden, es wird sicher für niemanden ideal werden, aber ich bemühe mich, allen gerecht zu werden und wünsche uns eine gute Zeit und einen geilen Ossiloop.
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| Erstes Basketballtraining |
Bericht vom 18.01.2010 |
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Zu Anfang diesen Jahres begonnen gleich zwei neue Sparten beim SV Sprint ihr Training, zum einen die Basketballer und zum anderen die Kickboxer. Als Schlüsselmensch war ich dienstlich dazu verpflichtet, beim ersten Training der Basketballer dabei zu sein. Ich wäre aber sowieso hingegangen, da ich zwischendurch gerne mal Basketball spiele. Schnell noch eine Freundin von mir motiviert mitzukommen, die schon etwas länger spielt. Außerdem hatte der neue Trainer Kai noch einen alten Sportkameraden mitgebracht und auch zwei weitere Jugendliche fanden den Weg in die wunderschöne, warme, trockene und vollständig funktionstüchtige Dreifachsporthalle in Collhusen.
Nach dem Aufwärmen, wenigen technischen Übungen und dem ersten Spielzug „Sperre absetzen“ entwickelte sich ein durchaus schnelles und spaßiges Spiel drei gegen drei, das erst mit dem Ende der Trainingszeit um 22:00Uhr endete. Das erste Training macht Lust auf mehr, da man ganz bestimmt noch wesentlich mehr ausprobieren kann und wenn erstmal mehr Leute kommen und die Grundlagen geschaffen sind, dann wird es sicher möglich sein, eine richtige Mannschaft für den Punktspielwettbewerb auf die Beine zu stellen.
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| Die erste Woche nach den Ferien |
Bericht vom 25.10.09 |
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Ein Alltags-Frontbericht
Nach wunderbaren Herbstferien war es auch mal wieder an der Zeit, dass Müßiggang, Geld ausgeben, lange aufbleiben und Seele baumeln lassen ein Ende haben.
Es ging gut los, die Schulassistentin, die mich normalerweise vormittags immer gut zu beschäftigen weiß, meldete, dass sie die ganze Woche krankheitsbedingt fehlen wird. Das hat gleich mehrere Vorteile. Zum einen fallen die Arbeiten weg, die ohne ihre Anwesenheit nicht erledigt werden können. Dazu gehören Inventarisieren, Organisieren und Aufräumen, da ich entweder in Programme nicht eingewiesen oder mit ihren Ordnungen und Vorgehensweisen nicht vertraut bin. Des weiteren steigt die Bedeutung meiner Anwesenheit, das fühlt sich gut an. Bei vielen Dingen kann ich weiterhelfen, ich kümmere mich dann darum, halbwegs eigenverantwortlich macht das gleich viel mehr her als auf Aufforderung… Auch wenn die Arbeiten dieselben bleiben. Kopieren, laminieren, Essen bestellen, Bücher aus dem Archiv holen, Schüler oder Klassen suchen, Ansagen machen, Tee kochen oder Botengänge erledigen.
Dienstag sollte die Wichtigkeit meiner Anwesenheit dann seinen bisherigen Höhepunkt erreichen, denn die beiden Sekretärinnen mussten zu einer Fortbildung, also bin ich eine weitere Stufe aufgestiegen, Sekretär auf Zeit. Seltsamerweise kamen gerade an dem Tag oder zumindest zu den Zeiten, in denen ich ans Telefon ging, so wenig Anrufe wie selten zuvor, ich hatte also wieder Zeit für all die schönen Arbeiten, die ich mittlerweile schon ziemlich gut drauf habe. “Schulzentrum Collhusen, Heinen, guten Tag”, ich könnte mich daran gewöhnen… Zumindest durfte ich meine erste Durchsage machen, um einen Schüler in die Verwaltung zu bitten.
Dienstagnachmittag ging es zu wie immer. Eine Stunde Nachhilfe geben, um die Zeit zwischen Schule und Training zu überbrücken, Geld zu verdienen und einem jungen Menschen dem erweiterten Realschulabschluss näher zu bringen. Meine D-Jugend war ruhig, kooperativ und mit Spaß bei der Sache, beim Zirkeltraining für die C- und B-Jugend habe ich neue Anregungen aus dem Lehrgang einfließen lassen und selbst mitgemacht. War ein gutes Zirkeltraining. Die Jungs haben hinterher auch schön gedampft, so muss das!
Mittwoch und Donnerstag waren dann wie immer. Mit zwei Besonderheiten. Mittwoch hat der Schulleiter ob seines schon weiter zurückliegenden Geburtstages Torte für die in der Verwaltung tätigen Angestellten ausgegeben, danach hätte eigentlich ein Verdauungsschläfchen gut getan, aber ein Verdauungsspaziergang zu Archiven und Sammlungen, um ein Telurium zu finden, tut es natürlich auch…
Für den Donnerstag hatte ich Einiges vor. Ich hatte extra die Schulassistentin angerufen, mir sagen lassen, was ich machen könnte, damit ich schön produktiv werden konnte. Kataloge sortieren und Aufräumen waren die Aufgaben, die ich zu erledigen gedachte. Da kam wohl was dazwischen…
Hier wollte jemand etwas, da wollte jemand etwas Anderes und die neunten und zehnten Klassen mussten gefunden werden, um die Computer-Zertifikat II-AG anzupreisen und die letzten Plätze zu vergeben. Aushänge mussten gemacht werden. Kurzer Blick auf die Uhr, ich kann bestimmt noch mit den Katalogen anfangen. Oh, schon halb eins, Büchereidienst. Feierabend.
Jedenfalls im Schulzentrum. Freitag war ich beim Einradtraining, hab Fotos gemacht und Informationen gesammelt, um den Spartenbericht schreiben zu können. Und der Samstag war mit Spielen gut ausgefüllt. Als Erstes spielte meine D-Jugend, zahlte Lehrgeld, hatte aber hoffentlich trotzdem Spaß. Dann waren noch die C-Jugend, die B-Jugend und ich selbst am frühen Abend dran. Als Betreuer, Zeitnehmer und Kaffeeverkäufer habe ich allen Spielen beigewohnt, war nur für ein hastig eingenommenes Mittagessen zuhause. Das hat mir aber auch das Leben gerettet...
Gelohnt hat es sich auf jeden Fall, die B-Jugend hat klasse gespielt, die Herrenmannschaft den Sprung in die nächste Pokalrunde geschafft und mit dem angenehmen Umfeld lässt es sich sowieso ganz gut in der Halle aushalten. Sonntag habe ich dann noch die Spielberichte geschrieben, hauptsache es wird nicht langweilig!
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| C-Trainer-Lizenz Grundausbildung in Sögel |
Bericht vom 10.10.20009 |
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„Stellt euch mal vor, ihr seid im Wald und da sind keine Bäume!“
Mit diesem herrlichen Zitat der Referentin Regine Brettschneider möchte ich diesen Bericht beginnen, denn die fünf Tage Lehrgang in Sögel waren eine durchaus unterhaltsame Zeit. Eigentlich wollte sie uns in dieser Situation nur entlocken, dass man eine bestimmt Dehnungsübung auch ohne einen stationären Widerstand ausführen kann, leider ist ihr der klitzekleine Denkfehler des Beispiels zu spät bewusst geworden. Sie hat mit uns eine Übungseinheit zur funktionellen Sportgymnastik durchgeführt und nachdem wir uns auf in Blümchenwiesenform angeordneten Matten gymnastisch betätigt hatten, sollten in Gruppen noch andere Dehnungsübungen vorgeführt werden.
Diese Einheit fand am zweiten Tag der Grundausbildung statt, dessen Ziel es war, uns auf das Erreichen einer C-Trainer-Lizenz im Breitensport vorzubereiten. Bis dahin müssen alle 25 Teilnehmer des Seminars in Sögel allerdings auch noch einen fünftägigen Aufbau- und irgendwann noch einen genauso langen Spezialblocklehrgang erfolgreich abschließen. Jeder FSJler im Sport ist dazu verpflichtet, die ersten beiden Lehrgänge durchzuführen. Meiner Meinung nach stellt diese Möglichkeit einen der größten Vorteile des FSJ im Sport dar, denn eine solche Qualifikation kann das ganze Leben lang sehr hilfreich sein, da man mit dieser Lizenz Geld für das Trainieren von Gruppen bekommt und auch der Verein finanzielle Vorteile davon hat. Hinzu kommt der positive Eindruck bei einer Bewerbung egal wo.
So trafen sich 25 FSJler (nur drei Mädchen, eigentlich schade…) Montagmittag relativ gut gelaunt und zuversichtlich im Haus des Sports in Sögel. Meine persönliche Erwartung war sehr viel Theorie, ich war dem aber nicht abgeneigt, da man ja Bescheid wissen muss. Diese Erwartung wurde vermutlich durch die Erzählungen meiner Handball-Kollegen bestimmt, die gerade eine C-Trainer-Ausbildung speziell für Handball mitmachen. Es wurde mir von Infos und Theorie ohne Ende erzählt und von regelmäßigen Lernerfolgsabfragen nach theoretischen Einheiten. Diese Erwartung wurde nicht bestätigt, enttäuscht war ich deswegen jedoch nicht.
Von morgens im neun Uhr bis abends um halb zehn hatten wir straffes Programm, danach saßen wir noch in einer gemütlichen Nachbesprechungsrunde zusammen, allerdings ohne Referenten. Die Bezeichnung „Straffes Programm“ ist auch relativ, da es auch aus Kennenlernspielen, Mattenrutschen und der obligatorischen Knickerphase zu Beginn jeder sportlichen Einheit bestand.
Hauptsächlich praktisch erarbeiteten wir uns verschieden Spiele, Spielformen, Gestaltung von Trainingseinheiten, Variationen von Spielen oder den Trainingsein- und Ausstieg. Hinzu kamen Kennenlerneinheiten zur funktionellen Sportgymnastik und Capoeira, ein Run’n’Bike-Orientierungslauf durch die wunderschöne Umgebung in Sögel und theoretische Lehreinheiten zur Anti-Doping-Thematik und Verantwortung als Übungsleiter. Zum Abschluss mussten vier Gruppen eine Trainingsstunde zu vorgegebenen Themen erarbeiten und innerhalb mit der gesamten Gruppe durchführen. Von einem Abenteuerspielplatz über Massagen mit Tennisbällen und einem Zirkeltraining für Leistungssportler war alles dabei, sehr abwechslungs- und durch die Kritiken der Teilnehmer auch sehr lehrreich.
Zwischendurch wurde in unserer Residenz gegessen. Da der Marstall komplett ausgebucht war, logierten wir im ***-Hotel Clemenswerther Hof, sehr nett…
Es war ein sehr gelungener Lehrgang, schon Bekanntes wurde aufgefrischt und vertieft, man war unter seinesgleichen und hat mal erfahren, was andere FSJler für Aufgaben haben. Der Eine muss ständig Rasen mähen, die Andere muss Schwimmbecken reinigen, ein Anderer macht 25 Stunden die Woche, eine Andere hingegen über 40, manch einer hat jeden Freitag frei während manch Anderer gerade freitags seinen stressigsten Tag hat. Auch die unterschiedlichsten Typen Menschen waren dabei, die jedoch durch die Leidenschaft für den Sport und viel Lebensfreude einen sehr großen gemeinsamen Nenner hatten. Zusammenfassend kann man sagen, dass alle mit der Wahl des FSJ im Sport die richtige Entscheidung trafen und auf diese Weise sehr wichtige Erfahrungen sammeln können.
Die Seminarleiter Willi Fenslage und Regine Brettschneider waren sehr locker und gut drauf, nur mit dem Lernen der Namen haperte es leicht, aber da dies immer wieder für Lacher sorgte, war es halb so schlimm. Viele Materialien, die wir bekamen, mit dazugehörigen Praxiskarten geben neue Anregungen für das Gestalten der Trainingseinheiten. Das Zusammenarbeiten in der Gruppe war sehr harmonisch, sodass ich mich auf die nächsten fünf Tage gleich nach Silvester freue. Vermutlich mehr als Axel (oder Alex, wie Willi ihn immer nannte), denn er ist der FSJler des Marstalls Clemenswerth, wozu das Haus des Sports gehört und begleitete den Lehrgang als Mädchen für alles. Für all die anderen FSJler war es immer wieder lustig zu sehen, dass wir nicht die Einzigen sind, die Stellwände aufbauen, kopieren gehen, oder aufschließen müssen. Wo ist der FSJler? Mach doch mal eben… Good job Axel! In dem Sinne bis zum nächsten Mal!
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| Auswärtsspiel meiner D-Jugend auf Borkum |
Bericht vom 12.09.20009 |
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Mannschaft und Betreuer verbringen einen schönen Tag auf der Insel.
Die Fähre von Emden fuhr um acht Uhr ab, da man etwas früher beim Ableger sein sollte, um alle Formalitäten in aller Ruhe zu erledigen, war die Abfahrt auf halb sieben festgelegt. Das bedeutete für mich, der ich morgens nicht anfangen wollte zu hetzen und der ich morgens noch tanken musste, dass ich um kurz nach fünf Uhr aufgestanden bin. Abends um halb neun war ich wieder da. Ich habe dann mit meiner Familie Überlegungen angestellt, wann ich zum letzten Mal so früh aufgestanden bin. Ich bin nicht darauf gekommen, aber mein Vater kramte tief in seinen Erinnerungen und fand heraus, dass es damals in den Herbstferien 2007 gewesen ist. Ich wollte mit Freunden in Hamburg an einem Halbmarathon teilnehmen, der fand schon um zehn Uhr vormittags statt und deswegen mussten wir einen ziemlich frühen Zug nehmen.
Naja, der frühe Vogel fängt den Wurm. Das fand auch der Rest der Mitreisegesellschaft, alle waren pünktlich. Außer Max, dem musste erst noch ein wenig Druck gemacht werden… Und einige Mitspieler, die aus den dubiosesten Gründen nichts von dem heutigen Spiel wussten. Auf die konnte dann aber nicht mehr gewartet werden.
Mit Sonnenaufgang brachen wir Richtung Borkumkai in Emden auf. Die Fahrt verlief ruhig, man ist auch entweder blöd oder hat triftige Gründe, so früh unterwegs zu sein.
Während wir in der Halle des Fährhauses warteten, erlebten wir die erste Überraschung. Es gab über zehn andere Menschen aus Westoverledingen, die genauso früh wie wir aus dem Bett fielen. Auch diese Menschen hatten triftige Gründe. Deren Fähre fuhr um acht Uhr ab, sie hatten vor, dort ihr Auswärtsspiel auf Borkum zu bestreiten und sind vom SC Ihrhove 07. Passenderweise auch gleich die D-Jugend, sodass meine Jungs – zumindest ein Teil von ihnen – für die zweistündige Fährfahrt blendend unterhalten waren.
Ich hingegen wollte weder Prinzessin Lillifee schauen, noch wollte ich Ticken spielen, ich stellte mich auf Deck, betrachtete die morgendliche Szenerie, genoss den frischen Wind und einen ruhigen Moment, um ein wenig Erinnerungen nachzuhängen.
Auf Borkum, naja, schon kurz vorher, war es vorbei mit der Ruhe. Die Gruppe musste zusammengehalten, das ganze Gepäck musste transportiert und die Halle musste gefunden werden. Aber alles kein wirklich großes Problem, denn außer mir waren als Betreuer Anke Krietsch, Tanja Groeneveld und Frau Leonhardt mit, an dieser Stelle vielen Dank für die Unterstützung.
Die Fahrt auf der Borkumer Hochgeschwindigkeitstrasse war natürlich eines der Highlights des Ausfluges. Der Spaziergang zur Halle mit all den Taschen dafür nicht ganz so…
Die Ihrhoverinnen mussten zuerst spielen und wir konnten uns schon mal ansehen, wie unser Spiel gegen die Mannschaft von Borkum gleich danach aussehen würde. Relativ erfolglose Bemühungen nach vorne, schnelle Tempogegenstöße der Borkumer und letztendlich eine mittelschwere Niederlage (der Spielbericht ist unter der Rubrik „Presse“ nachzulesen).
Zum Glück gibt es immer noch die Möglichkeit, dem Schiedsrichter oder unfair agierenden Gegenspielern die Schuld zuzuschieben. So fiel die psychische Belastung geringer aus als die Niederlage.
Es geht ja auch um ganz andere, viel höhere Dinge als um Sieg oder Niederlage. Zum Beispiel um Sportsgeist, Fair- und Fitness, Mannschaftsgefühl und Respekt. Das werde ich so lange sagen, bis wir selbst die ersten Spiele gewinnen :)
Nach dem Spiel ging es nach Borkum City und auf den herrlichen Sandstrand bei strahlendem Sonnenschein und frischem Wind. Meiner Meinung nach perfekte Bedingungen. Fand die Mannschaft auch, einige mussten den Rest des Tages in klitschnassen, sandigen und salzigen Klamotten ausharren.
Wo die Ihrhove ihre Niederlage verdauten, fanden wir nicht heraus, sie waren weder am Strand noch an der Pommesbude neben dem Bahnhof. Erst auf der Fähre traf man sich wieder, es schien, als hätten die Mädchen sich geschlechtstypisch in den Läden versteckt, wo man Souvenirs und Scoubidoo-Bänder kaufen konnte. Diesmal konnte man auf Deck eine abendliche Szenerie genießen, die genauso wunderbar wie die Morgendliche morgens war.
Alles verlief plangemäß, die Rückfahrt, das Abliefern der Jungs auf dem Sporthallenparkplatz. Langer Tag... Erstes Spiel gleich mit dem größten Organisationaufwand verbunden, ich selbst noch relativ unerfahren und hinterher heilfroh, dass alles funktioniert hat und nicht mehr dazu in der Lage, Party zu machen, zu erschöpft…
Fotos der Fahrt nach Borkum findet ihr in der Galerie.
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| Allgemeines |
Bericht vom 25.08.2009 |
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Zu allererst eine kleine Beschreibung der Tätigkeiten, die ich standardmäßig erledigen muss, also der Rahmen, der meinen Alltag bildet. Ganz grob… Es ist irgendwie immer etwas anders, aber das ist auch gut so!
Montags bis donnerstags verbringe ich den Vormittag im Schulzentrum Collhusen. Ich fange um neun Uhr an und bin normalerweise um zwei Uhr fertig. Wenn ich diesen Ablauf vier Tage in der Woche mache, dann komme ich auf die 20 Stunden, die ich für das Schulzentrum leisten muss.
Meine erste feste Aufgabe jeden Tag ist das Verkaufen der Essensmarken für den Mensabetrieb. Danach mache ich die Abrechnung, dann habe ich flexible Zeit bis halb eins, denn dann muss ich jeden Tag eine Stunde Büchereidienst absolvieren.
Flexible Zeit ist nicht mit freier Zeit gleichzusetzen, auch wenn beide Adjektive mit demselben Konsonanten anfangen und zwei ‚e’ besitzen. In dieser Zeit ist es meist die Schulassistentin Sandra Lorenz, die manche Idee hat, wie man mich beschäftigen könnte. Von Aufkleber in Bücher kleben über kopieren bis hin zu Klassenbesuchen bekomme ich alle erdenklichen Aufgaben, die anfallen.
Nicht flexibel ist hingegen die Frühstückspause mit den Sekretärinnen Marianne Ulrichs und Renate Luikenga, die zu meinem festen Vormittagsablauf gehört. Oder ein paar Minuten, die ich mir zwischendurch zum Plauschen mit Schülern, Lehrern oder sonstigen Schulangehörigen nehme. Würde ja sonst keinen Spaß machen.
Nach dem Büchereidienst und dem Einnehmen eines Mittagessens sowie freitags ist Zeit für Überstunden. Montagnachmittags assistiere ich Gerd Ihben-Djürken bei der Zirkus-AG und manchmal bin ich einfach unentbehrlich, sodass ich einen Moment länger bleibe oder freitags noch eben kurz reinschaue.
Meine Aufgaben beim SV Sprint folgen keinem so festen Raster. Dienstags trainiere ich meine D-Jugend und direkt im Anschluss zusammen mit Mathis Katzenski und Jan-Niklas Frey die C- und B-Jugend. Donnerstags hat die B-Jugend ihr zweites Training, da bin ich zwar nicht verpflichtet, jedes Mal anwesend zu sein, aber hin und wieder werde ich wohl mal für ein kleines Torwarttraining vorbeikommen. Klingt nicht nach allzu viel, aber vieles meiner Arbeitszeit für den SV Sprint absolviere ich an den Wochenenden bei Spielen meiner Mannschaften, bei denen ich als Betreuer, Trainer, Mensch mit der Schlüsselgewalt oder Zeitnehmer dabei bin. Außerdem mache ich Einiges zuhause. Telefonieren wegen Spielen, Problemen oder Organisatorischem. Vorbereiten der Trainingseinheiten. Schreiben der Spiel- und meiner Tätigkeitsberichte.
Mein Projekt, das jeder FSJler im Sportbereich durchführen muss, ist auch dem SV Sprint anzurechnen. Ich werde versuchen im Laufe des Jahres alle Sparten des Vereins mit Bericht und Fotos vorzustellen, um so die Internetseite mit Inhalt zu füllen und attraktiver zu machen.
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| Warten auf das richtige Leben |
Bericht vom 28.07.2009 |
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Warten… Auf den Beginn des „richtigen“ Lebens. Warten… Auf eine E-Mail vom Boss, ob es am Ersten oder am Dritten losgeht… Warten…. Auf eine E-Mail vom ASC Göttingen, die die Trägerschaft meinen freiwilligen sozialen Jahres im Sport innehaben, und die mir zwei Wochen vor Beginn meiner Arbeit Informationen zu den Seminaren zukommen lassen wollten. Mich wundern… Es ist nicht mal mehr eine Woche. Wo sind die Informationen? Schultern zucken… Wird schon! Zurückblicken… Auf dreizehn Jahre Schule, auf dreizehn Jahre halbwegs geregelten Lebens. Zurückblicken… Auf die eigentlich pflichtenfreie Zeit, die nach der mündlichen Prüfung begann. Überlegen… Ob ich diese Zeit so genutzt habe, dass ich meinen Enkeln später erzählen kann, dass es eine geile Zeit zwischen Schule und dem war, was dann begann. Mich entscheiden… Es war eine geile Zeit. Mich freuen… Sie ist noch nicht vorbei. Überlegen… Was ich wohl alles zu tun haben werde. Überlegen… Was ich als Trainer der männlichen D-Jugend und als Co-Trainer der männlichen B-Jugend des SV Sprint Westoverledingen machen könnte. Überlegen… Wie viel des monatlichen Gehaltes ich ausgeben werde und, vor allem, wie ich dies tun werde. Mich freuen… Dass ich etwas Sinnvolles tun werde. Abschweifen… Vom Nachdenken über das FSJ zum Planen der letzten freien Woche meiner letzten Sommerferien, möchte noch ein paar tolle Tage haben. So lange kann das richtige Leben noch warten!
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